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 Ductia

Die Geschichte des Ensembles Ductia reicht eigentlich bis ins Jahr 1984 zurück: Damals fand die erste Begegnung der Gründungsmitglieder Anne Bredemeier und Christiane Thiemt bei einem Renaissancemusik-Kurs in Bad Zwischenahn, Niedersachsen, statt. Allerdings war es bis zu ersten Auftritten und der Idee, ein Ensemble zu gründen, noch ein weiter Weg. Fünf Jahre gingen ins Land, während derer man sich immer wieder auf Musikfreizeiten in Deutschland und Österreich traf, bis es 1989 zum ersten gemeinsamen Auftritt kam.

Den Namen Ductia, der auf ein Bicinium eines anonymen Komponisten aus dem 13. Jahrhundert zurückgeht, fand man erst im Jahre 1995, er löste die Bezeichnung “Duo für Alte Musik” ab, unter der bis dahin konzertiert wurde.

Das Ensemble fühlt sich diesem Stück schon daher verbunden, weil es schon früh Bestandteil der Konzertprogramme war. Doch darüber hinaus ist dieser Name auch Programm, nämlich durch den Hinweis auf die musikalische Epoche, der sich das Ensemble verschrieben hatte. So lag der Schwerpunkt von Anfang an im Bereich der mittelalterlichen und der Renaissance-Musik, wenngleich auch anfänglich noch kleinere Ausflüge in Frühbarock und Barock unternommen wurden.

Im Jahre 1997 wurde das Ensemble durch Corinna Kistner ergänzt, die bereits in dem Blockflöten-Quartett “Sine Nomine” mit Anne Bredemeier zusammen musizierte. 1999 gewann man die Brüder Ulrich und Hartwig Alpers für das Ensemble, mit denen die Gründerinnen seit 1987 immer wieder auf Kursen musizierten.
Leider erwies sich die räumliche Entfernung zwischen Oldenburg und Esslingen auf Dauer als zu groß, so daß eine kontinuierliche Arbeit in dieser Formation - wenngleich immer fruchtbar und interessant - auf Dauer leider nicht durchführbar war.

Glücklicherweise wurde nach dem Ausscheiden der beiden Brüder Ende 2005 schnell Ersatz gefunden. Auch nach den beiden Neuzugängen Meike Bruns-Claassen und Sandra Schütte mußte nicht lange gesucht werden, da beide schon seit Jahren im “Ensemble für Alte Musik Westerstede” unter der Leitung von Anne Bredemeier gespielt hatten. Nach einer intensiven Probenphase stellte sich Ductia also im September 2006 in der westersteder St.-Petri-Kirche erstmals in der neuen Besetzung vor.

Seitdem besteht die heutige Quintett-Besetzung mit Anne Bredemeier, Corinna Kistner, Christiane Thiemt, Meike Bruns-Claassen und Sandra Schütte.

Die Konzerte führten das Ensemble in den vergangenen Jahren bereits nach Bad Zwischenahn, Bremen, Oldenburg, Bochum, Holzkirchen, Esslingen, Delmenhorst, Lüneburg und Westerstede.

Das Instrumentarium umfasst:

  • Renaissance-Blockflöten (Garklein, Sopranino, Sopran, Alt, Tenor, Bass, Großbass)
  • Krummhörner (Sopran, Alt, Tenor, Bass)
  • Alt-Kortholt
  • Kniefiedeln (Diskant, Tenor/Bass)
  • Alt-Schalmei
  • Rauschpfeife
  • Vasen-Trommel, Schellenring, Landsknechts-Trommel
  • Singstimmen (Sopran, Mezzosopran, Alt)

Einem Menschen ist Ductia zu besonderem Dank verpflichtet: Wilhelm Roos, den Leiter des ”Studios für Alte Musik Bad Zwischenahn”, den ersten Musiklehrer Anne Bredemeiers für diese Musik und Leiter vieler der oben genannten Kurse, der stets ein großes Interesse an der Entwicklung des Ensembles gezeigt hat, und der bis zu seinem Tode im April 1998 unzählige Informationen, Notenmaterial und Instrumente beigesteuert hat. Ohne ihn gäbe es Ductia heute nicht.

 

Kontakt

Gästebuch

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Wilhelm Roos mit P. Walter Ludwig O.Cist. (1988)

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