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Ach senliches leiden |
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Ach senliches leiden Meiden neyden schaiden das tut we Besser wer versunken jn dem see. Zart minnikliches weib Dein leib mir schreibt und treibt gen josophat, Hertz mut syn gedanck ist worden mat. Es schaidt der tod, Ob mir dein gnad nicht helffen wil Auss grosser not Mein angst ich dir verhil. Dein mündlin rot Hat mir so schier mein gier erwecket vil, Des wart ich genaden an dem zyl.
Mein hertz jn jamer vicht, Erbricht, bericht und slicht den kummer jo, Frow, schidlicher freuntschafft wart ich so So als der delephin, Wenn jn der syn fürt hin zu wages grund, Vor dem sturm und darnach wirt enzunt Von sunnen glast, Die jm erkückt all sein gemüt. Hertz lieb halt vast Durch all dein weiplich güt, Lass deinen gast Nicht sterben serben werben in unfrüt. Jn ellenden pein ich tob und wüt.
Mein houbt das ist beklait Mit waffen sauffen straffen die natur, Das mich twingt ein stund für tausent ur. Wenn ich mein laid betracht, Die nacht so wacht mein macht mit klainer krafft Und ich freuden gantz wird sigehaft. Mich nyemand tröst Und ist mein leiden sicher gross Mein hertz was wirt geröscht Mit manchem seufften stoss. Ach we wann wirt erlöst Mein trauren tauren lauren negt und pösst, Da mit ich der synn wird gar emblösst. |
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Ave mater, o Maria |
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Ave mater, o Maria Pietatis tota pie Sine te non erat via Deploranti saeculo.
Gracia tu nobis data, Quam fidelis advocata, Caeli thronus es praelata, In aeterno solio.
Ave mater, o Maria...
Benedicta tu sanctarum, Consolatrix animarum, Per te partet lumen clarum, Deplorantis oculo.
Ave mater, o Maria...
Amen ultimo cantamus, In signum quod peroptamus, Quitquit vitae postulamus, In orationibus.
Ave mater, o Maria.... |
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Der tischsegen |
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Allmächtig got herr Jhesu Christ, Was leibnar du uns gebend bist, Dy sey gesegent und berait Von dir mit aller sälighat, Das uns darinn berür chain we, Das well got benedicite.
Dy drivold in dem höchsten tron Lob wir mir Kyrieleyson, Got vater in dem hymelreich Beschirm uns hy und ewikleich Durch deinen heilgen namen Vor allem übel. Amen. |
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Es nahet gen der vasenacht |
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Es nahet gen der vasenacht Des süll wir gail und frölich sein Ye zway und zway ze sament tracht Recht als die zarten teubelein. Doch hab ich mich gar schon gesellt Zu meiner krucken, Die mir mein bul hat auserwellt Für lieblich rucken. Und ich die kruck vast an mich zuck Freuntlichen unter das üchsen smuck, Ich gib jr mangen hertten druck, Das sy muss kerren. Wie möcht mir gen der vasenacht Noch bas gewerren. Plehe, nur lat ewr plerren.
Seyd das die wilden voglin sind Gezwayt yet schon an allen neydt, Was wolten dann die liebn kind Nu feyern gen der lieben zeit. Mit halsen küssen ein schönes weib, Smutz la dich niessen, Haimlichen brauch dein iungen leib An als verdriessen. Und ich die kruck vast an mich zuck Freuntlichen unter das üchsen smuck, Ich gib jr mangen hertten druck, Das sy muss kerren. Wie möcht mir gen der vasenacht Noch bas gewerren. Plehe, nur lat ewr plerren.
Die vasnacht und des mayen pfat Die pfeiffen vast aus einem sack. Was sich das jar verborgen hat, Das tut sich ögen an dem tag. Doch hat mein frow jr tück gespart Mit falschem wincken. All gen dem herbst ich schraw jr vart Seyd ich muss hincken. Und ich die kruck vast an mich zuck Freuntlichen unter das üchsen smuck, Ich gib jr mangen hertten druck, Das sy muss kerren. Wie möcht mir gen der vasenacht Noch bas gewerren. Plehe, nur lat ewr plerren. |
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Frölich geschray |
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Frölich geschray so well wir machen Lachen swachen den zwar der uns nicht gevellt. Junckfrow sind die ayr noch gar gezellt So laufft ir zeiren held Und esst sy ungeschellt Frow gelt trag her des weines kelt. So schon sprach des mayers dieren All nyden auff der banck: Mach lanck geselle mein hab ymmer danck Dein gesanck und getranck Und süsser winckenwanck Print mir freuden vil. Smutz sprach mein frowe, Nu welcher fidelt mir Newr auf meinem saitenspil. Das tun ich Haintzel und Jäckel Damit hub sich ein gäggel, So sprach sy snäggel Owe Haintz magstu nymmer So komm Jackline trauter socie Ler mich das A B C Und tu mir doch nicht we Ite venite. |
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Frölich zärtlich |
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Frölich zärtlich lielich und klärlich lustlich stille leyse Jn senffter süsser keuscher sainer weyse. Wach du minnikliches schönes weib, Reck streck breys dein zarten stoltzen leib. Sleuss auf dein viel liechte öglin klar, Taugentich nym war Wie sich verschart der sterne gart Jnh der schönen hayttren klaren sunne glantz. Wol auff zu dem tantz, Machen einen schönen krantz Von schawnen prawnen plawen grawen Gel ro weyss Viol plümlin sprantz.
Luntzlot muntzlot kluntzlot und zysplot wysplot freuntlich sprachen Auss waidelichen guten rainen sachen Sol dein pösschelochter rotter mund Der ser mein hertz lieplich hat erzunt. Und mich fürwar tausent mal erweckt, Freuntlichen erschreckt, Auss saluffes tram so ich ergam. Ain so wolgezierte rotte enge spalt, Lächerlich gestalt, Zendlin weyss dorjn gezalt, Trielisch mielisch vöslocht röslocht Hel zu vleiss Waidelich gemalt.
Wolt sy solt sy tät sy und kam sy näm sy meinem hertzen Den senikleichen grossen hertten smertzen. Und ein brüstlin weyss darauff gedruckt, Secht slecht so wer mein trauren gar verruckt. Wie möcht ein zart seuberliche diern Lustlicher geziern Das hertze mein an argen pein Mit so wunniklichem zarten rainen lust Mund mündlin gekusst Zung an zünglin brüstlin an brust Bauch an beuchlin, rauch an reuchlin Snel zu fleiss Alltzeit frisch getusst. |
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Her wiert uns dürstet |
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Her wiert uns dürstet also sere Trag auf wein, Das dir got dein laid verkere Pring her wein, Und dir dein sälden mere Nu schenck ein.
Gretel wiltu sein mein treutel So sprich sprichs, Ja koufst du mir einen beutel Leicht tun ichs Und reyss mir nit das heutel Newr stich stichs.
Sym Jensel wiltus mit mir tantzen So kom auch Böckisch well wir umbhin rantzen Jans nit strauch Und schon mir meiner schrantzen Dauch schon dauch, dauch nach dauch, dauch Jensel dauch.
Pfeiff auff Haintzel Lippel snäggel Frisch frow fry Zwayt ew rürt ew snurra bäggel Jans Lutzey, Cuntz Kathrey, Bentz Clarey Spring klebisch durta Jäckel, Iu hayg hayg.
Hin get der raye seusa möstel Nu reckt an Gumpp auf Hainreich noch ein jösstel Rür biderbman Metz diemut döwt das kösstel Dran dran dran.
Nu fudert ew man ysst im dorffe Nempt kain weyl Nachin Cunrat fauler thschorffe Du lempeyl Lug umb dich als ein orffe Eyl held eyl, eyl held eyl, eyl eyl eyl. |
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Wol auff wir wellen slauffen |
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Wol auff wir wellen slauffen Hausknecht nu zündt ain liechtel Wann es ist an der zeit. Da mit wir nicht verkaffen Der letzst sey gar verheyt. Das layen münch und pfaffen Zu unsern weiben staffen Sich hüb ain böser streit.
Heb auff und lass uns trincken Das wir also nicht schaiden Von disem guten wein. Und lämt er uns die schincken, So musst er doch hereyn. Her kopff nu lat ew wincken, Ob wir zu bette hincken, Das ist ain klainer pein.
Nu sleich wir gen der türen, Secht zw das wir nicht wencken Mit ungelichem tritt. Was gilt des stowbs ein üren, Her wiert nu halt es mit. Wir wellen doch nicht züren, Ob jr ew werdt beküren Nach pollanischem sytt.
Her tragt den fürsten leyse Da mit er uns nicht felle Auff gottes ertereich. Sein lob ich ymmer breyse, Er macht uns freuden reich. Ye ainr den andern weyse, Wiert schlipff nicht auff dem eyse, Wann es gat ungeleich.
Hjn slauffen wel wir waltzen, Nu fragt das hausdierelein Ob es gebettet sey. Das krawt hat sy versaltzen Darzw ain guten brey. Was soll wir dorzu kaltzen, Es was nit wolgesmaltzen, Der scheden waren drey. |
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