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 Othmayr

Hätt´ mir ein espes Zweigelein

Hätt´ mir ein espes Zweigelein
Gebogen zu der Erden:
Den liebsten Buhlen, den ich hab,
Der ist mir leider allzu ferre.

Er ist mir doch zu ferre nicht,
Bei ihm hab ich geschlafen,
Von rotem Gold ein Fingerlein
Hab ich in seinem Bett gelassen.

Und doch ich´s doch gelassen hab,
Will ich´s wieder bekommen
Und tun, ob ich solchs bei mir hätt
Und wär mir nur keinmal genommen.

Da zwischen Berg und tiefe Tal,
Da geht ein einge Straße,
Wer seinen Buhl´n nicht haben will,
Der soll ihn allzeit fahren lassen.

Scheid dich nicht, herzes Dockelein,
Von dir will ich nit weichen!
Hab kein ander lieber dann mich,
Im Reich find´t man gar nicht deinsgleichen!

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