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 Voegelweide

Palästinalied

Allerźrst lebe ich mri werde,
Sīt mīn sündic ouge siht
Daz reine lant und auch die erde,
Der man sō vil źren giht.
Mirst geschehn des ich ie bat:
Ich bin kommen an die stat,
Da got mennischlīchen trat.

Schoeniu lant rīch unde hźre,
Swaz ich der noch han gesehn,
So bist du ir aller źre,
Waz ist wunders hie geschehn!
Daz ein magt ein kint gebar,
Hźre über alle engel schar,
Was daz niht ein wunder gar?

Hie liez  er sich reine toufen,
Daz der mensche reine sī.
Sīt liez er sich hie verkoufen,
Daz wir eigen wurden frī.
Anders waeren wir verlorn.
Wol dir, sper, kriuz unde dorn!
Wź dir, heiden! Deist dir zorn.

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Under der linden

Under der linden an der heide,
Da unser zweier bette was,
Da mugt ir vinden schone beide
Gebrochen bluomen unde gras.
Vor dem walde in einem tal,
Tanderadei,
Schone sanc diu nahtegal.

Ich kam gegangen zuo der ouwe,
Do was min friedel kumen e.
Da wart ich empfangen, here frouwe,
Daz ich bin saelic iemer me.
Kust er mich? Wol tusentstunt,
Tanderadei,
Seht, wie rot mir ist der munt!

Do het er gemachet also riche
Von bluomen eine bettestat.
Des wirt gelachet innecliche,
Kumt iemen an daz selbe pfat.
Bi den rosen er wol mac,
Tanderadei,
Merken wa mirz houbet lac.

Daz er bi mir laege, wessez iemen,
(Nu enwelle got!) so schamt ich mich.
Wes er mit mir pflaege, niemer niemen
Bevinde daz wan er unde ich.
Und ein kleinz vogellin,
Tanderadei,
Daz mac wol getriuwe sin.

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Der Ottenton

Hźr bābest, ich mac wol genesen:
Wan ich wil iu gehōrsam wesen.
Wir hōrten iuch der kristenheit gebieten.
Wes wir dem keiser solten pflegen,
Dō ir im gabent gotes segen,
Daz wir in hiezen hźrre und vor im knieten.
Ouch sult ir niht vergezzen,
Ir sprāhent “swer dich segene, sī Gesegent,
Swer dir fluoche, sī verfluochet,
Mit fluoche volmezzen.”
Durch got bedenkent iuch dābī,
Ob ir der pfaffen źre iht geruochet.

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